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Fragen zur Wurzelbehandlung

Erfahren Sie mehr zur Wurzelbehandlung

Die Endodontie / Wurzelbehandlung ist ein hochkomplexes Spezialgebiet in der Zahnmedizin. Die Möglichkeiten einer erfolgreichen Behandlung haben während der letzten Jahre enorme Fortschritte gemacht, dennoch stellen sich viele unserer Patienten die Frage, ob mit einer Wurzelbehandlung ein Zahn tatsächlich erhalten werden kann. Hier haben wir eine Übersicht von häufig gestellten Fragen und Antworten zusammengefasst.

Was versteht man unter Endodontie?

Der Begriff stammt aus der griechischen Sprache und bedeutet so viel wie „das sich im Zahnbefindliche“. Bei der Endodontie handelt es sich also um Therapieschritte, die sich mit dem Inneren des Zahnes beschäftigen, vorrangig mit Zahnnerv und Zahnmark.
Der Zahnnerv kann aufgrund unterschiedlicher Ursachen entzündet sein, z.B. durch eine ins Zahninnere gewanderte Karies, durch einen Zahnbruch nach einem Unfall oder bei anderen Wurzeldefekten. Die Endodontie beschäftigt sich mit der Erhaltung des Zahnnervs und somit des gesamten Zahnes. Als Alternative bleibt dagegen meist nur den Zahn zu entfernen.

Ist Wurzelbehandlung und Wurzelkanalbehandlung der gleiche Begriff?

Ja, im allgemeinen Sprachgebrauch wird die Endodontie als Wurzelbehandlung oder Wurzelkanalbehandlung bezeichnet. Mit allen Begrifflichkeiten ist die Therapie von entzündeten Zahnnerven im Wurzelkanal gemeint. Daneben existiert auch der Begriff der endodontischen Revision. Darunter versteht man die erneute Therapie von bereits wurzelbehandelten Zähnen. Auch hier kann durch eine zweite Behandlung häufig ein Zahnverlust oder eine Wurzelspitzenresektion vermieden werden.

Darf jeder Zahnarzt eine Wurzelbehandlung durchführen?

Im Prinzip ja. Eine Wurzelbehandlung ist eine Disziplin, die im Grunde jeder Zahnarzt in seiner Praxis durchführen kann. Allerdings liegt die durchschnittliche Erfolgswahrscheinlichkeit  ohne spezielle Fortbildung, ausreichende Erfahrung und entsprechenden technischen Hilfsmitteln lediglich bei ca. 40-50%. Oft beschränken sich die Therapiemöglichkeiten in diesem Bereich auf Möglichkeiten, die im Rahmen der gesetzlichen Versorgung von den Krankenkassen erstattet werden. (Siehe auch “Kosten” am Ende dieser Seite)

Eine Behandlung durch einen Spezialisten für Endodontie eröffnet hochwertige Therapieoptionen mit wesentlich höheren Erfolgsquoten. So kann in vielen Fällen der Zahn langfristig erhalten und auf teuren Zahnersatz verzichtet werden.

Warum ist die Wurzelbehandlung eine anspruchsvolle Disziplin?

Das Zahninnere ist ein sensibles System, die Zahnwurzeln besitzen eine komplexe Anatomie und sind nur mit Spezialinstrumenten zu erkennen, zu reinigen, zu vermessen und schließlich zu verschließen. Versteckte Seitenkanäle sind oft schwer zu erkennen, bei der Reinigung besteht auch die Gefahr einen Kanal zu durchbrechen. Hier ist höchste Präzision und langjährige Erfahrung gefragt. Ein sorgsamer Umgang ist unumgänglich, um den Zahn tatsächlich erhalten zu können. Dies erfordert eine umfassende Ausbildung, kontinuierliche Weiterbildung und viel Fingerspitzengefühl.

Was wird bei einer Wurzelbehandlung gemacht?

Der erkrankte Zahn wird geöffnet und das nekrotische (infizierte) Gewebe schonend und sorgfältig entfernt. Bei Bedarf wird eine desinfizierende Einlage eingebracht. Um eine Reinfektion zu vermeiden, werden die Kanäle mit einer Spezialfüllung gefüllt und anschließend dicht verschlossen. Die Füllung muss alle Wurzeläste komplett erreichen und abdichten – auch versteckte Seitenkanäle. So kann der Zahn erhalten werden und seine Funktion als Stützpfeiler weiter erfüllen. Da bei einem wurzelbehandelten Zahn die Gefahr einer Fraktur und einer Verfärbung besteht, wird zur Stabilisierung häufig eine Krone gesetzt.

Warum ist die Desinfektion der Kanäle entscheidend für den Behandlungserfolg?

Die Erfolgschancen hängen v.a. von der sorgfältigen Reinigung und Desinfizierung der Wurzelkanäle ab, da für einen langfristigen Erfolg die Kanäle möglichst frei von Bakterien  sein müssen. Um die Kanäle sauber zu verschließen, spielt eine möglichst dichte Wurzelfüllung eine große Rolle. Das Füllungsmaterial muss alle Bereiche auch der kleinsten Verästelungen erreichen, darf nicht schrumpfen und sollte leicht einzubringen sein. In diesem Prozess ist die ganze Erfahrung Ihres Zahnarztes gefragt.

Muss der Zahn nach der Behandlung immer überkront werden?

In vielen Fällen besteht nach einer Wurzelbehandlung die Gefahr einer Fraktur und Verfärbung des Zahnes, deshalb wird der Zahn in diesen Fällen überkront. Die Krone  kann ganz nach Wunsch aus Gold oder „unsichtbarer“ Keramik angefertigt sein. Diese zusätzliche Versorgung ist aber immer noch kostengünstiger als ein aufwändiger Zahnersatz.

Ist eine Wurzelbehandlung schmerzhaft?

Eine Wurzelbehandlung wird selbstverständlich unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Unsere erfahrenen Spezialisten werden mit den entsprechenden Techniken alles dafür tun, um Ihnen eine weitgehend schmerzfreie Behandlung zu ermöglichen!

Was versteht man unter einer Wurzelspitzenresektion?

Die Wurzelspitzenresektion ist ein kieferchirurgischer Eingriff,  bei dem die Wurzelspitze selbst und der erkrankte Bereich um die Wurzelspitze entfernt werden. Dabei wird der Kieferknochen von außen geöffnet, um die Wurzelspitze  zu erreichen.  Diese Behandlungsoption versuchen wir allerdings in unserer Praxis zu umgehen und setzen vielmehr als Alternative auf die Revision.

Was versteht man unter einer Revision der Wurzelbehandlung?

Unter einer „Revision“ versteht man die erneute endodontische Therapie von bereits wurzelbehandelten Zähnen. Verantwortlich für eine erneute Behandlung sind hauptsächlich Bakterien, die in den Wurzelkanälen verblieben sind oder sich neu angesiedelt haben. Bakterien verursachen dann eine Entzündung im Knochen im Bereich der Wurzelspitzen. Sind die Bakterien aus den Kanälen entfernt, kann die Entzündung im Knochen von selbst und ohne zusätzliche Maßnahmen ausheilen.

Diese Therapie erfolgt ähnlich einer Erst-Therapie, wobei hier noch mehr Fingerspitzengefühl und Erfahrung angezeigt sind, um den Zahn tatsächlich erhalten zu können. Durch eine erfolgreiche zweite Behandlung kann häufig ein Zahnverlust oder eine Wurzelspitzenresektion vermieden werden.

Wie hoch sind die Erfolgschancen bei einer Wurzelbehandlung?

Werden Therapieschritte herangezogen, die sich auf dem neuesten Stand der Medizintechnik bewegen, und besitzt der Behandler die entsprechende Ausbildung und Erfahrung, liegt die Erfolgsquote bis zu über 90%. Studien belegen, dass bei einem herkömmlichen Behandlungsablauf, wie im Rahmen der den gesetzlichen Versorgung vorgeschlagen und erstattet, lediglich Erfolgsquoten von ca. 40-50% erreicht werden.

Ist die Wurzelbehandlung eine Kassenleistung?

Im Prinzip ja, allerdings werden mit der vom Gesetzgeber vorgegebenen Therapie weniger gute Ergebnisse erzielt und die heute zur Verfügung stehenden medizinischen Möglichkeiten nicht ausgeschöpft. So liegen die durchschnittlichen Erfolgsquoten bei relativ niedrigen 40-50%. Diese Option steht unseren Patienten aber selbstverständlich jederzeit offen.

Welche zusätzlichen Kosten fallen bei der Behandlung an?

Mit unseren modernen Behandlungsmethoden nach dem neuesten Stand der Medizintechnik und unserem Fachwissen erreichen wir wesentlich höhere Erfolgschancen  von über  90% gegenüber einer Standard-Therapie und schaffen somit in den meisten Fällen, die betroffenen Zähne zu erhalten. Kostspieliger Zahnersatz kann dadurch vermieden werden. Wir beraten unsere Patienten offen und fair über die unterschiedlichen Möglichkeiten und erarbeiten gemeinsam einen individuellen Behandlungsplan.

Sie haben weitere Fragen zur modernen Wurzelbehandlung in der Zahnarztpraxis Dr. Ludwig und Kollegen in Fürth,  Nürnberg und Erlangen? Vereinbaren Sie jetzt einen Termin – wir beraten Sie gern!