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Unsere Zahnärztin Dr. Mariela Schubert leistete zahnärztlich humanitäre Hilfe in Nepal

Vom 20. September bis 03. Oktober 2012 bin ich nach Nepal gereist, in eines der ärmsten Länder der Erde, ohne geregeltes Gesundheitssystem. Die wenigen dort vorhandenen Zahnärzte lassen sich ausschließlich in größeren Städten nieder, weshalb die Menschen in abseits gelegenen Dörfern oft keine Möglichkeit haben, einen Zahnarzt aufzusuchen. So haben wir uns mitsamt Materialien und Instrumenten auf den Weg gemacht, um diese Menschen in einer „mobilen Zahnklinik“ zu behandeln.

mariela-nepalNach Ankunft in Katmandu, der Hauptstadt des Himalayastaates, ging es in einem Kleinbus voller Menschen und Gepäck in Richtung Osten. Die meisten Verbrauchsmaterialien haben wir aus Deutschland mitgebracht. In Nepal ist es eine Herausforderung, einfachste Dinge wie Desinfektionsmittel oder Nahtmaterial zu bekommen. Von halbwegs europäischem Standard ist man hier noch weit entfernt.

Neun Stunden später, aber nur 180 Kilometer entfernt, landeteten wir in der Abgeschiedenheit eines kleinen Dorfes. Dort richteten wir uns in einer kleinen, stillgelegten Klinik ein und nahmen unsere zahnärztliche Arbeit auf. Gar nicht so einfach, unter diesen Umständen ! Aufwendige zahnmedizinische Versorgungen wie z. B. eine Wurzelkanalbehandlung oder Füllungen waren uns leider nicht möglich. Denn neben einem Rötngengerät fehlten auch Bohrer samt Zubehör. So beschränkte sich unsere Arbeit auf das Ziehen von Zähnen. Die mitgereisten, nepalesischen Dentalhygienikerinnen kümmerten sich um die Prophylaxe. Die Ankunft der drei eruopäischen Zahnärzte sprach sich schnell herum, sodass unser Wartezimmer völig überfüllt war. Die Patienten waren überweigend Bauern, die in den Bergen Reis anpflanzen, daneben kamen Dorfbewohner und auch Schulkiner. Die meisten dieser Menschen haben noch nie einen Zahnarzt gesehen. Nach drei Tagen hattten wir sicher 300 Patienten behandelt und schon an die 500 Zähne gezogen. Sicher hätten wir dort noch lange weiterarbeiten können, doch wir wollten auch Menschen in einer anderen Region helfen.

Im zweiten Camp gestaltete sich unsere Arbeit ähnlich, wobei die Unterbringung in einer ehemaligen Frauenarztpraxis gewöhnungsbedürftig war. Täglich fiel der Strom für mehrere Stunden aus, was es uns unmöglich machte, die Instrumente zu desinfizieren. Dadurch mussten wir Zwangspausen einlegen, bis wir wieder sterilisieren konnten. Das verstanden unsere nepalesischen Kollegen überhaupt nicht. Denn die Menschen hier sind über Hygiene leider kaum aufgeklärt. Das Motto lautet: Was man nicht sieht, ist auch nicht vorhanden.

Sicher wird es noch viele Jahre dauern, bis medizinische Standards auch in Nepal selbstverständlich sind. Doch ich hoffe, dass wir mit unserer Arbeit wenigsten einem kleinen Anteil der Bevölkerung ein bisschen helfen konnten. Diese Erfahrung hat mir einmal mehr gezeigt, wie gut wir es in Europa haben.

Die Reise nach Nepal wurde organisiert und unterstützt von der „Dentists Without Limit Foundation“ ( DWLF ) Nürnberg und der Partnerorganisation Nepal UNMIRA ( United Mission To Rural Areas ). Weitere Erfahrungsberichte und Informationen finden Sie unter: www.dwlf.org.

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